Das
Hirschberger Tal im Riesengebirge (heute Kotlina Jeleniogórska)
zeigt für den informierten Besucher die Spuren einer blühenden
Vergangenheit, die sich nicht zuletzt in einem ungewöhnlichen Reichtum
an Schlössern, Parkanlagen und Burgen manifestiert. Das Riesengebirge
mit seiner wechselvollen Geschichte zwischen polnischer, böhmischer,
österreichischer, preußisch-deutscher und wieder polnischer Herrschaft
war im Mittelalter Sitz der polnisch-schlesischen Piasten, auf
deren Größe heute noch die Ruine der Burg in Alt-Kemnitz/ Stara
Kamienica und die Burg Kynast/Chojnik bei Hermsdorf/Sobieszów hinweisen.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Tal auch zu einem Zentrum
des Fremdenverkehrs. Waren die Besucher zu Anfang des Jahrhunderts
noch vorwiegend wohlhabendere Persönlichkeiten wie der spätere Präsident
der USA John Quincy Adams, Alexander von Humboldt oder Johann Wolfgang
von Goethe, so kamen mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes von Berlin
und Breslau nach Hirschberg seit Mitte des Jahrhunderts immer breitere
Schichten, die im Tal und in den Bergen Erholung suchten.
Heute steht auch vor Ihnen eine einzigartige Chance, wie damaliger Sucher die
Spuren unserer Vorväter zu entdecken und zwar aus der direkter
Nähe - aus dem Sitz Ihres Fahrrades...
1. Tag
Anreise zum Hotel "Jelenia Struga"
in Kowary/Schmiedeberg, Erholung, Stollenbesichtigung, Zeit für
Heilkuren.
Stollen: Im Mittelalter kamen von Nordwesten Europas in die Sudeten die Wallonen.
Sie wussten Bescheid, wo Mineralien zu finden sind und auf welche
Art und Weise sie verarbeiten kann. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde
von den Deutschen in Schmiedeberg nicht nur Eisenerz, sondern auch
Uranerz gefördert. Bis 1973 wurden 24 Stollen ausgehöhlt. In Schmiedeberg
kann man 1200 Meter lange Stollenroute besichtigen.
2. Tag
Das Hotel "Jelenia Struga" - Schmiedeberg
- Miniaturen Park
Frühstück - Ausreise vom Hotel. Fahrt nach Schmiedeberg. Besichtigung
des Miniaturen Parks. Anfahrt nach Bukowiec/Buchwald, neben Hohenwiese.
Spaziergang in Buchwalder Park. Fahrt nach Miłków/Arnsdorf neben
dem Herrenhaus von Izabela Czartoryska. Einquartieren und Abendessen.
TAGESSTRECKE: ca. 25 Km
Ausreise vom Hotel um 10.00 Uhr, Ankommen nach 6-8 St. (je nach
Gruppe)
Miniaturen Park der niederschlesischen Denkmäler: Auf dem Gelände der ehemaligen Teppichfabrik ist ein Miniaturpark
entstanden. Man kann dort die Paläste, Kirchen, Klöster und niederschlesische
Altstädte in einer Verkleinerung 1:2 kennen lernen.
Bukowiec/Buchwald: Schloss und große Gutsanlage,
der Park, Belvedere, Abteiruine. Es ist unbekannt, wann der Herrensitz
entstand. Wohl erst in der 2. Hälfte des 16. Jhs wurde er erbaut.
Die Herrschaften wechselten oft. Seit 1785 gehörte das Schloss
dem Freiherrn Friedrich Wilhelm von Reden, dem Initiator des oberschlesischen
Bergbauwesens und der Industrialisierung. Das Schloss wurde durch
Friedrich Rabe in klassizistischem Stil umgebaut. In jener Zeit
erfolgte die Anlage des Landschaftsparkers mit zahlreichen Parkbauden
wie: künstliche Ruine der Abtei, das Belvedere, ein Gärtnerhaus,
ein Aussichtspavillon in der Art eines griechischen Tempels. Nach
dem Tode Friederike, der Gräfin von Reden hinterließ das Schloss
Karoline von Rotenhan. Buchwald beherbegte den Künstler Caspar
David Friedrich oder den späteren Präsidenten der Vereinigten Staaten,
John Quincy Adams.
Miłków/Arnsdorf: Möglicherweise gab es schon in
Mittelalter vor 1355 hier ein Adelssitz., der durch Hussiten zerstört
wurde. In der Folgezeit waren Graf Carl Heinrich von Zierotin,
die Grafen von Topolczan, Graf von Waldstein, Graf Johann Nepomuk
zu Lodron die Eigentümer. Bis 1945 blieb das Schloss der Stammsitz
der Linie der Familie Matuschka.
3. Tag
Miłków/Arnsdorf - Mysłakowice/ Erdmannsdorf - das Schloss "Stonsdorf"
(Staniszów)
Frühstück - Ausreise vom Hotel. Erdmannsdorf - Das Schloss, das
Tirolerhaus, die Ausstellung über Tiroler - Kaffeepause - Weiterfahrt
zum Schloss "Stonsdorf" - Abendessen
TAGESSTRECKE: ca. 20 Km
Ausreise vom Hotel um 10.00 Uhr, Ankommen nach 6-8 St. (je nach
Gruppe)
Erdmansdorf: Sommerresidenz von Friedrich Wilhelm
III. Maximilian Leopold von Reibnitz ließ einen Bau im 18. Jh im
barocken Stil umbauen. Danach erwarben das Schloss Karl Friedrich
von Kottwitz, Gottlob von Richthofen, Friedrich Wilhelm von Kalckreuth,
Graf Neidhardt von Gneisenau. Durch den Maler und Baumeister Joseph
Raabe ließ Gneisenau das Schloss klassizistisch umgestalten. König
Friedrich Wilhelm III erwarb es nach dem Tode von Gneisenau. Im
1840 ließ Friedrich Wilhelm III das Schloss in neogotischem Stil
umbauen. Durch den Architekten Friedrich August Stüler entstanden
die Pläne.
Tiroler Haus: die Ausstellung über die Geschichte
der Tiroler aus Österreich.1838 wurden 66 aus dem Tiroler Zillertale
ausgewanderte evangelische Familien, insgesamt 297 Personen angesiedelt.
Ein Teil der Tiroler Familien bezog schon bestehende Bauernhöfe.
In einem von solchen Gebäuden wurde ein Restaurant im Tiroler Stil eingerichtet. Eine Ausstellung auf der Empore des Restaurants erläutet
die Geschichte der Tiroler im Hirschberger Tal mit Texten, Fotos,
Reproduktionen von Bildern, Karten und Dokumenten
4. Tag
Stonnsdorf - Cieplice/Warmbrunn - Stonnsdorf
Frühstück - Fahrt nach Bad Warmbrunn - Besichtigung der Stadt
- Besuch bei Warmen Quellen - Kaffeepause - Rückfahrt nach Stonsdorf
- Musikabend, Grill, Begleitung Akkordeonspielers
TAGESSTRECKE: ca. 15 Km
Ausreise vom Hotel um 10.00 Uhr, Ankommen nach 6-8 St. (je nach
Gruppe)
Bad Warmbrunn: hier sind warme Quelle mit einer
durchschnittlichen Temperatur von ca. 50° C bekannt. Man hat sie
im Jahre 1175 entdeckt. Die ersten haben ihre Eigenschaften die
Zisterzienser entdeckt. Gottsche II. Schoff schenkte dem Zisterzienserordner
eine von einigen warmen Quellen. Im Jahre 1810 verkaufte die preußische
Regierung der Kurort, der im Besitz der Familie Schaffgotsch bis
zum Kriegsende gewesen war. In Bad Warmbrunn ist Stammsitz der
Familie Schaffgotsch, der im schön gelegenen Park gelegen ist.
5. Tag
Stonnsdorf - Czarne/Schwarzbach - Łomnica/Lomnitz - das Schloss
"Paulinum"
Frühstück. Ausfahrt vom Schloss "Stonnsdorf". Durchfahrt neben
einem Schloss in Czarne/Schwarzbach nach Lomnitz. Kaffeepause.
Möglichkeit der Nutzung der Salzgrotte
TAGESSTRECKE: ca. 25 Km
Ausreise vom Hotel um 10.00 Uhr, Ankommen nach 6-8 St. (je nach
Gruppe)
Lomnitz: Besichtigung der Ausstellung: "Das Tal
der Schlösser und Gärten" präsentiert die Geschichte der Kulturlandschaft
des Hirschberges Tals in Niederschlesien mit ihrem Reichtum an
Burgen, Schlösser und Parkanlagen in einer zweisprachigen Ausstellung.
6. Tag
Schloss "Paulinum" - Bobertal - Burgstein - Bibersteine - "Turmbaude"
- Siędlęcin/Boberröhrsdorf
Durchfahrt über Hirschberg. Fahrt zum "Turmbaude" - Pause zum
Essen. Boberröhrsdorf - Ritter-wohnturm. Rückfahrt zum Schloss
"Paulinum".
TAGESSTRECKE: ca. 20 Km
Ausreise vom Hotel um 10.00 Uhr, Ankommen nach 6-8 St. (je nach
Gruppe)
Boberröhrsdorf: Wohnturm in Boberröhrsdorf, gotische
Wandmalereien im großen Saal des Turms. Er ist eines der bedeutendsten
Gebäude dieser Art in Ostmitteleuropa. Er entstand wahrscheinlich
im 14 Jh. Er war im Besitz von: Herzog Heinrich I von Jauer, Herzog
Bolko II von Schweidnitz, Ritter Jenschin von Redern. Die Malereien
wurden 1880- 90 entdeckt. Sie wurden 1936 ganz freigelegt. Sie
sind die einzigen mittelalterlichen Fresken, in Europa, die die
Geschichte den bedeutendsten Ritter der Tafelrunde , Lancelot vom
See darstellen.
7. Tag
Schloss "Paulinum". Hirschberg
Gnadenkirche, Museum mit der Glassammlung, Marktplatz mit typischen
schlesischen "Lauben" mit Einkaufsmöglichkeiten für Bunzlauer Geschirr
und Leinenstoffe. Das Mittagessen auf dem Marktplatz im "Ratsherrkeller".
Unsere Leistungen:
- 6 x Übernachtungen/ Fr (Frühstücksbüfett)
in Hotels
- 1
x Hotel "Jelenia Struga" in Kowary/ Schmiedeberg
- 1 x Palast Miłków/ Arnsdorf
- 2 x Schloss Staniszów/ Stonsdrof
- 2 x Schloss Paulinum Jelenia Góra/ Hirschberg
- 5 x Halbpension
- Grillabend mit Ferkel oder Wildschwein mit Akkordeon-Musik
(am 4 Tag)
- 4 x Kaffee/Kuchenpause an attraktiven Orten
während der Fahrten
- Schloss Lomnitz
- Tiroler Haus
- Restaurant
"Westperle" im Bobertal
- Cieplice/ Warmbrunnen
- 1 x Mittagessen im Restaurant "Ratskeller"
in Jelenia Góra/ Hirschberg
- Eintritte:
- Miniaturenpark in Kowary/ Schmiedeberg
- Stollen in Kowary/ Schmiedeberg
- Glasmuseum in Jelenia Góra/ Hirschberg
- Fahrrad und Helm
- Unfall- und Fahrradversicherung (Schaden an Dritten)
- bei jeder Gruppe zwei deutschsprachige
Fahrradführer mit Erste-Hilfe-Ausbildung
- während der Fahrten
eine dienst habende Person mit medizinische Ausbildung
- Gepäcktransport
zwischen Hotels
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